Die vergrößerte Schilddrüse - Struma

Erhält die Schilddrüse nicht genügend Jod, so fängt sie langsam an zu wachsen, um die Hormonproduktion aufrecht zu erhalten. Dies führt über eine Vergrößerung einzelner Zellen schließlich zu einer Vergrößerung des gesamten Organs. Wird hier nicht rechtzeitig eingegriffen und der zugrundeliegende Jodmangel behoben, führt weiteres Wachstum und die damit verbundene schlechtere Versorgung der Schilddrüsenzellen schließlich zu Knoten, kleinen Einblutungen und anderen Strukturveränderungen. Das Vollbild einer knotig vergrößerten Schilddrüse lässt sich dann nicht mehr mit Medikamenten beeinflussen.

Deswegen ist die frühzeitige Erkennung einer Schilddrüsenvergrößerung so von Bedeutung, nur dann kann mit zusätzlicher Jodgabe nicht nur ein weiteres Wachstum verhindert werden, sondern auch eine bestehende Vergrößerung oft noch rückgängig gemacht werden

Mit der Sonografie der Schilddrüse lässt sich leicht feststellen, ob die Schilddrüse vergrößert ist und ob Strukturveränderungen vorliegen. Eine Blutuntersuchung gibt zudem Aufschluss darüber, ob eine Störung der Funktion vorliegt.

Behandlung der Struma

Wird die Schilddrüsenvergrößerung rechtzeitig erkannt und liegen keine Funktionsstörungen oder bereits Knoten vor, so kann mit der Einnahme ausreichend hoher Jodmengen meist eine Verkleinerung oder zumindest ein Stop des weiteren Wachstums erreicht werden.
Manchmal ist auch die zusätzliche Gabe von Schilddrüsenhormonen sinnvoll.
Anhand der Ultraschalluntersuchung kann im Verlauf festgestellt werden, ob der gewünschte Erfolg eingetreten ist.

Schilddrüsenknoten im Ultraschall

Zuletzt aktualisiert am 01.01.2011
© Dr. Detlef Bothe