Krankheiten der Schilddrüse

Die Schilddrüse – klein, aber oho

Die Schilddrüse ist ein kleines, schmetterlingsförmiges Organ, das in Höhe des Kehlkopfes im Hals liegt. Die gesunde Schilddrüse  wiegt beim erwachsenen Menschen 18 g (Frauen) und 25 g (Männer). Normalerweise kann sie von außen weder gesehen noch getastet werden. Die Schilddrüse stellt  Schilddrüsenhormone (Thyroxin) her, die zahlreiche Stoffwechselvorgänge in unserem Körper steuern.

Jod – ein lebenswichtiges Spurenelemen

Damit die Schilddrüse ausreichend Hormone produzieren kann benötigt sie Jod, welches wir über die tägliche Nahrung aufnehmen. Der tägliche Bedarf liegt zwischen 150 und 300 µg Jod am Tag.
Deutschland gehört jedoch zu den Gegenden auf der Welt, in denen Jodmangel herrscht. Jod kommt vor allem im Gestein und in den Böden vor, während der Eiszeiten sind die Böden aber so ausgewaschen worden, dass das Jod ins Meer gespült wurde, so dass sich jetzt das meiste Jod im Meerwasser befindet. Die Böden sind so ausgelaugt, dass die meisten Nahrungsmittel kaum noch Jod enthalten, nur Meeresfrüchte sind jodhaltig. Der Jodmangel hat bei knapp jedem zweiten Deutschen zu einer vergrößerten Schilddrüse geführt.

Jodgehalt in Lebensmitteln

Um einem Jodmangel vorzubeugen, sollten Sie nur jodiertes Speisesalz verwenden und einmal in der Woche Seefisch essen, der besonders jodhaltig ist. So enthalten z.B. 100 g Schellfisch 416µg Jod,  100 g Scholle 190 µg Jod, während 100 g Brot nur 6 µg Jod enthalten und Fleisch gar kein Jod enthält. An Gemüse ist besonders Spinat jodreich.

Während einer Schwangerschaft ist der Jodbedarf noch höher, hier ist  eine zusätzliche Gabe von Jod fast immer zu empfehlen

Funktionsstörungen der Schilddrüse, Über- und Unterfunktion
Entzündungen der Schilddrüse, Hashimoto-Thyreoiditis
Vergößerte Schilddrüse

Zuletzt aktualisiert am 19.01.2013
© Dr. Detlef Bothe