Gefäßuntersuchungen mit der Doppler- und Duplex-Sonografie

Was ist eine Doppleruntersuchung der Gefäße ?

Mit dieser ungefährlichen und nicht belastenden Ultraschalluntersuchung  können Verengungen in den Arterien erkannt werden.
Man kann die hirnversorgendern Arterien und/oder die Beinarterien (seltener auch Armarterien) untersuchen.

Wann ist eine Doppleruntersuchung erforderlich ?

Bei Verdacht auf Durchblutungsstörungen im Hirnbereich oder in den Beinen, seltener auch in den Armen, kann eine dopplersonografische Untersuchung zeigen, ob und in welcher Ausprägung die Durchblutung gestört ist oder nicht.
Wir haben dafür zwei verschiedene Methoden zur Verfügung: die CW-Dopplersonografie und die farbkodierte Duplex-Sonografie.

Bei der CW-Dopplersonografie können methodisch bedingt in den hirnversorgenden Arterien Verengungen erst sicher erkannt werden, die das Gefäß zu mehr als 70% verschließen, an den Beinen sind auch schon geringere Verengungen zu erkennen. Deswegen wird immer häufiger die farbkodierte Duplex-Sonografie durchgeführt, mit der auch geringere Verengungen und vor allem Kalkablagerungen erkannt werden können.

Doppler

Wie wird eine Doppleruntersuchung durchgeführt ?

Bei der CW-Dopplersonografie werden die Gefäße mit einer Stiftsonde von außen mit Ultraschallwellen beschallt. Hierbei nutzt man den sogenannten Doppler-Effekt, der vom dem österreichischen Physiker Johann Christian Doppler beschrieben worden ist: bewegt sich eine Schallquelle mit einem konstanten Ton auf den Hörer zu, so hört dieser einen höheren Ton, bewegt sie sich weg, hört man einen tieferen Ton. Beim Ultraschalldoppler werden Töne auf die roten Blutkörperchen gerichtet, von diesen reflektiert und durch ihre Bewegung wird die Tonhöhe verändert. .
Daraus ergibt sich die hier dargestellte Doppler-Kurve:

Der Ausschlag nach oben zeigt den Blutfluss in der Systole des Herzens , (Pumpphase), anschließend fließt das Blut für einen kurzen Moment rückwärts (Ausschlag nach unten) und wird dann wieder durch die Spannung der Gefäßwand weiter gepumpt.
Bei verkalkten Gefäßen fehlt z.B. diese dritte Komponente des Bluflusses, weil die Gefäßwände ihre Elastizität verloren haben.

Kurve einer CW-Doppler-Untersuchung

Bei der farbkodierten Duplex-Sonografie werden die Dopplersignale gebündelt und farblich dargestellt und in ein Ultraschallbild integriert. Dadurch wird der Blutfluss in den Gefäßen farblich kodiert sichtbar. die Flussgeschwindigkeit kann gemessen werden. Die Geschwindigkeit, mit der das Blut durch die Adern fließt, hängt u. a. vom Durchmesser der Blutgefäße ab, in verengten Gefäßen fließt das Blut schneller, außerdem ist die Strömung verwirbelt

Haslsschlagader Arteria carotis communis

Blutfluss in der Halsschlagader

Carotisbifurkation

Aufzweigung der Halsschlagader

Plaque mit Stenose

Ein ungestörter Blufluß stellt sich einheitlich rot dar, Verwirbelungen durch Verkalkungen stellen sich durch Farbveränderungen dar. Im unteren Bild wird der anfangs einheitliche Blutstrom durch eine zur Einengung führenden Verkalkung verwirlbelt, das Farbspektrum ändert sich dadurch.

Auf dem rechten Bild stellt sich eine hochgradige Verengung der Halsschlagader dar. Nur noch eine Teil des Gefäßes (schwarzer Kreis) wird durchblutet (Farbe), der Rest ist durch Kalkablagerungen (Plaques) verschlossen.

Carotisstenose

Die Farbdopplersonografie trägt auch dazu bei, die gefährliche Erweiterungen der Bauchschlagader (Aortenaneursyma) zu entdecken.
Diese Untersuchung bieten wir zur Früherkennung als IGeL-Leistung an.

Weitere Informationen über Durchblutungsstörungen finden sie hier.

Zuletzt geändert 20.02.2013
© Dr. Detlef Bothe

Intima media

Die Ultraschalluntersuchung erlaubt die Bestimmung der Dicke der inneren Gefäßwand der Hasschlagader (Arteria carotis) , der Intima media, die bei Gesunden kleiner als 0,9 mm ist. Ist diese dicker, weist dies auf eine beginnende Arteriosklerose hin.

Aortenaneurysma